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Seminarwochenende der Jusos

Seminarwochenende der Jusos

Die Nürnberger Jusos treffen sich bekanntlich jeden Montag, um zu diskutieren und ihren politischen Standpunkt zu finden, sind rege Demoteilnehmer und außerdem häufig bei der Organisation von diversen Infoständen beteiligt. Aber die Gelegenheit sich näher kennenzulernen, mehr über persönliche Hintergründe zu erfahren und länger Zeit miteinander zu verbringen ergibt sich meistens nur am Rande. Deshalb war es an der Zeit nach fünf Jahren wieder ein Seminarwochenende zu veranstalten. Mitte April fuhren also etwa 15 Jusos nach Kirchensittenbach, um genau das nachzuholen.

Der Freitag gestaltete sich entspannt, denn nach der Anreise waren zunächst das Beziehen der Zimmer und Abendessen angesagt. Danach standen diverse Kennenlernspiele auf dem Programm, deren Spieldauer oft von der Kombinationsfähigkeit der Spielteilnehmer abhing. So galt es etwa eine zum Zwecke der Verwirrung vorgespielte Persönlichkeitsstörung herauszufinden, oder verschiedene Rätsel zu lösen. Sehr zur Freude mancher Jusos gab es auch eine Sauna, deren Fassungsvermögen häufig voll ausgeschöpft – wenn nicht sogar überstrapaziert – wurde.

Der Samstag war dann ganz den Themen „kulturelle Unterschiede“ und „kulturbedingte Missverständnisse“, sowie dem Thema „Entstehung von Rassismus“ gewidmet. Wir konnten zwei Referenten von Xenos e.V. gewinnen, die uns diese wichtigen Themen anschaulich gemacht und ihre Hintergründe aufgezeigt haben. Ja es gelang sogar die Themen so anschaulich zu machen, dass manche von uns die Mechanismen von Ausgrenzung und Ablehnung im Rahmen eines Spiels am eigenen Leib zu spüren bekamen. Es wurden uns zudem einige Gründe aufgezeigt, die für viele kulturelle Missverständnisse verantwortlich sind. Dazu gehört etwa das vorschnelle Übertragen von kulturspezifischen Interpretationen auf fremde Kulturen. Diese „Kulturbrille“ wurde so für uns sichtbar und wir dazu angehalten sie doch das ein oder andere Mal abzulegen. Alles in allem kann man sagen, dass dieser Tag zwar viel Spaß gemacht, uns aber trotzdem sehr nachdenklich hinterlassen hat. Seine Erkenntnisse werden uns sicher weiter begleiten. Manche hat er so erschöpft hinterlassen, dass schon früh das Bett aufgesucht wurde, andere ließen ihn bei „Werwölfe“ – einem Gesellschaftsspiel – und dem ein oder anderen alkoholischen Getränk ausklingen.

Doch wir wären nicht die Jusos, wenn nicht auch am darauffolgenden Tag weiterdiskutiert worden wäre. Nach der eher inhaltlichen Arbeit wurden nun strategische und organisatorische Überlegungen angestellt. Die Gelegenheit war günstig, zwischen der Alltagsarbeit bestehende Strukturen zu Arbeitsweisen zu überdenken.

Das Wochenende war ohne Zweifel gewinnbringend und wird unsere künftige politische Arbeit bereichern. Es wird bestimmt keine weiteren fünf Jahre dauern, bis die Jusos das nächste Hotel heimsuchen.

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