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Zwei Nürnbergerinnen im Juso-Landesvorstand

Zwei Nürnbergerinnen im Juso-Landesvorstand

Rund 100 Jungsozialistinnen und Jungsozialisten trafen sich am 23. und 24. April zur Frühjahrs-Landeskonferenz im niederbayerischen Straubing. Die Konferenz stand unter dem Motto „Weil allen zusteht, was wenigen gehört“ und war gleichzeitig der Kick off für die gleichnamige Gerechtigkeitskampagne der Jusos Bayern. Auch in diesem Sommer werden die Jusos mit ihrem eigens dafür hergerichteten Jusobus durch ganz Bayern touren und dabei versuchen, junge Menschen für ihre Politik zu begeistern. Natürlich macht der Bus auch einen Stopp in Nürnberg, am 06. August – pünktlich zum Christopher-Street-Day und dem Sommerfest der Jusos Nürnberg.

Die Konferenz begann direkt mit einem wichtigen Tagesordnungspunkt: Der Neuwahl des Jusos-Landesvorstands. Tobias Afsali wurde mit knapp 92% der Stimmen in seinem Amt als Jusos-Landesvorsitzender bestätigt. Er führt den bayerischen Landesverband nun bereits seit 2014 an. Unter den 14 stellvertretenden Jusos-Landesvorsitzenden sind diesmal gleich zwei Nürnbergerinnen, Yasemin Yilmaz und Hannah Hefermehl-Fischer. Beide vertreten für das nächste Jahr den Juso-Bezirk Mittelfranken. Gerade Yasemin, die bereits seit einigen Jahren im Landesvorstand aktiv ist, erzielte bei der Wahl ein hervorragendes Ergebnis von fast 97%.

Zu Gast auf der Landeskonferenz waren auch Uli Grötsch, MdB, als Referent zum NSU-Untersuchungsausschuss sowie die Juso-Bundesvorsitzenden Johanna Uekermann und der stellvertretenden SPD-Landesvorsitzende Ewald Schurer, MdB. Durch ihre Grußworte, Inputreferate und Diskussionsbeiträge kam es zu einem spannender Austausch zu den verschiedensten Themen

Die Jusos positionierten sich auf ihrer Konferenz sehr deutlich gegen Rassismus und schickten einen solidarischen Fotogruß zur parallel tagenden Konferenz des Bündnisses „Aufstehen gegen Rassismus“ in Frankfurt.

Am Samstagabend gab es eine Podiumsdiskussion mit Genossinnen und Genossen u.a. aus Kroatien und Österreich zum Thema „Europa und Asyl“. Dabei wurde auch die Straubinger Erklärung verabschiedet. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Resolution für ein solidarisches und vereintes Europa ohne Grenzen. Darin werden u.a. offene Grenzen und sichere Fluchtwege gefordert, außerdem eine Reform der europäischen Flüchtlingspolitik und des europäischen Asylrechtes. Danach gib es weiter zur Party.

Natürlich wurden auch viele tolle inhaltliche Anträge diskutiert und verabschiedet, darunter auch einer, der aus der Feder der Jusos Nürnberg stammt. Es war der Antrag „Besser auf die Bedürfnisse geflüchteter Frauen eingehen“, in dem separate Unterbringung von geflüchteten Frauen und Männern in Gemeinschaftsunterkünften gefordert wird, wie sie auch bereits in Nürnberg praktiziert wird, außerdem Mindeststandards wie Rückzugsräume für Frauen und abschließbare, geschlechtergetrennte Sanitäranlagen in den gemischtgeschlechtlichen Gemeinschaftsunterkünften. Weiterhin sollen die Beratungsangebote, insbesondere für Opfer von sexualisierter Gewalt ausgebaut werden und es traumatisierten Frauen erspart bleiben, im Prozess des Register- und Asylverfahrens von Männern angehört zu werden, falls sie das nicht möchten. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Alles in allem war es eine produktive, gute und schöne Landeskonferenz in Niederbayern.

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