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der springende punkt.

Fridays for Future – jetzt sind wir gefragt

Fridays for Future – jetzt sind wir gefragt

Die Klimaerwärmung steht schon länger auf der politischen Agenda, ehrgeizige Ziele wurden gesteckt, um den Klimawandel zumindest zu begrenzen. Hätte Deutschland dieses Jahr vorgehabt, die Pariser Klimaziele doch noch zu erreichen, hätten wir bereits am 28. März den gesteckten CO2-Grenzwert überschritten. Während umweltschädliche Industrien immer noch stark subventioniert werden, sind es vor allem die sozial Schwachen, die unmittelbar von den Folgen der Umweltverschmutzung und Klimakrise getroffen werden. Die Priorität in unserer Gesellschaft liegt wohl nicht bei einem sauberen Planeten und Nachhaltigkeit, sondern bei billigen Konsumgütern und Wachstum. Davon ist von den Produzierenden bis zu den Konsumierenden Jede*r betroffen und in der Verantwortung. Durch unser Wirtschaftssystem haben wir es geschafft, das Jahrmillionen alte System Erde innerhalb von wenigen 100 Jahren an die Wand zu fahren. Das ist keine Kleinigkeit, über die man einfach so hinwegsehen kann. Die jungen Menschen, die sich in der Bewegung Fridays for Future versammeln, haben das erkannt und positionieren sich ganz konkret: Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5°C-Ziels.

Warum ist der Streik richtig?
Die Schülerinnen und Schüler gehen auf die Straße und streiken und wir Jusos finden, das ist genau die richtige Form, sich zu positionieren. Streiks sind ein bewährtes Mittel, um Aufmerksamkeit zu generieren und Verbesserungen zu erzwingen. Die Schülerinnen und Schüler stellen sich so in eine lange Tradition des Kampfes gegen Ausbeutung, hier die Ausbeutung der Umwelt. Innerhalb kürzester Zeit haben sie es geschafft, sich zu organisieren, auf die Straße zu gehen und die Aufmerksamkeit von Medien, Politik und uns Allen zu gewinnen. Wir Jusos unterstützen diese Form des zivilen Ungehorsams, denn Veränderung ist oft auch ungemütlich. In einem nächsten Schritt müssen wir Fridays for Future auch organisatorisch und strukturell zur Seite stehen, um diese Bewegung zu festigen. Die jungen Menschen müssen auch vor den Strafen der Schulen beschützt werden. Das Einstehen für die eigene Meinung ist Teil des demokratischen Prozesses und muss gefördert, nicht unterdrückt werden. Die FfF-Bewegung bestätigt wieder, dass junge Menschen sehr wohl politisch sind. Sie sind zwar nicht unbedingt in Parteien organisiert, aber sie wissen, dass große Ideen nur gemeinsam umgesetzt werden können. Jetzt sind wir als Partei am Zug, wir als SPD sollten die Ansprechpartner*innen sein. Denn Nachhaltigkeit ist eine Gerechtigkeitsfrage. Und genau das können wir am besten: in die Zukunft sehen und die Schwächsten niemals aus den Augen lassen. In den entscheidenden Gremien sind Jugendliche bislang nicht repräsentiert. In der sogenannten Kohlekommission und in der Verkehrskommission fehlten junge Menschen komplett. Wir können die Schüler*innen und Schüler zu Wort kommen lassen und ihre Ideen diskutieren und verbreiten. Verteilungsfragen stehen wieder auf der Agenda einer jungen Generation, es ist unsere Aufgabe, sie auch in der Politik wieder laut werden zu lassen.

Aus „Der springende Punkt“ Juli 2019 – von Linda Reinke

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