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der springende punkt.

Sozis für Tiere

Sozis für Tiere

Seit geraumer Zeit beschäftigen wir uns mit verschiedenen politischen Themen, die wir über mehrere Sitzungen hinweg besprechen, um einen tiefergehenderen Einblick in diese politischen Felder zu erhalten. Zuletzt haben wir uns mit dem wichtigen Thema der Umweltpolitik auseinandergesetzt.

Wir haben Stefan Sander von den „Sozis für Tiere“ zu einer unserer Montagssitzung eingeladen, um mit ihm über Tierrechte und die Fleisch- und Milchindustrie zu reden, und wie das alles mit dem Klima zusammenhängt.

Was sind eigentlich die Sozis für Tiere?

Die Sozis für Tiere ist ein Verein (leider keine Arbeitsgemeinschaft innerhalb der SPD), der sich für einen progressiven Tierschutz einsetzt. Der traditionelle Tierschutz, so wie er noch aktuell praktiziert wird, ist nicht ausreichend um das Leid der Tiere, die sie in der Fleisch- und Milchindustrie erleiden, zu stoppen. Auch mit etwas größeren Käfigen, kürzeren Tötungswegen bleibt die Qual der Tiere erhalten, da der klassische Tierschutz das psychische und physische Wohl der Tiere nicht in den Mittelpunkt stellt.

Im Gegensatz zum klassischen Tierschutz möchte der progressive Tierschutz, den die „Sozis für Tiere“ vertreten, die Produktion und Tötung von Tieren für die Lebensmittel-erzeugung gänzlich stoppen. Sie stellt die Alternativen zum Fleischkonsum in den Mittelpunkt, um dem eigentlichen Tierwohl – das Tier nicht zu töten – gerecht zu werden.

Laut der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) trägt die Produktion von Fleisch kräftig zum Anstieg der Treibhausgase bei. Rund 15% der weltweiten Treibhausemissionen stammen von der Haltung und Verarbeitung von Nutztieren ab. Viel zu oft wird bei Diskussionen rund um das Klima die Rolle der Fleisch- und Milchindustrie vernachlässigt, wenn nicht sogar gänzlich ausgeklammert.

Schaut man sich hierzu das Klimapaket der Bundesregierung an, das Ende 2019 vorgestellt wurde, so stellt man fest, dass der Bereich Tierhaltung im Klimapaket einen sehr kleinen Anteil der Maßnahmen ausmacht und dass im Klimapaket eigentlich keine Maßnahmen im Bezug auf die Tierhaltung umgesetzt werden.

Vielmehr steht auch hier der klassische Tierschutz im Sinne des „Tierwohls“ im Mittelpunkt: „Fördermaßnahmen sollen mehr im Hinblick auf das Tierwohl ausgerichtet werden (s. auch der von der Bundesregierung vorgelegte Vorschlag für ein Tierwohllabel), unter Berücksichtigung der Umweltwirkungen und der Einsparungen von Emissionen.“ (S.13 Klimapaket).

Die Bundestagswahl 2021 wird bei vielen Themen, so auch beim Umwelt- und Tierschutz, entscheidend sein. Mit einer Union als Koalitionspartnerin werden wir bei vielen Themen stagnieren, umso wichtiger ist es den Menschen eine progressive Alternative zu einer Regierung unter der Führung der Union aufzuzeigen. Ich glaube, dass der erste Schritt für mehr Umwelt- und Tierschutz durch die Abwahl der Union getan wäre.

Aus „Der springende Punkt“ Dezember 2020 – von Oguz Akman

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