Feminismus

Kritik des Feminismus oder „Was mich nervt!“

Ich bin Feministin. Und darauf stolz. Ich setze mich unglaublich gerne für Frauenpolitik und Gleichstellung ein. Ich versuche gerne, Leute in meinem Umfeld davon zu überzeugen, geschlechtergerechte Sprache zu benutzen und traditionelle Rollenbilder zu überdenken. Trotzdem gibt es einige Dinge die mich stören, da Feminismus nicht gleich Feminismus ist! 1) Mich nervt, dass beim Thema Feminismus in der öffentlichen Diskussion meist nur über Ampelfrauen, Unisex-Toiletten und Unterstrich oder Sternchen* gestritten wird. Es geht nicht darum nur Toilettenschilder auszutauschen – es muss sich die Gesellschaft immer noch grundsätzlich ändern: Es muss endlich Fortschritte hinsichtlich der gleichen Bezahlung (equal pay) und der leider noch immer vorherrschenden weiblichen Altersarmut (equal pension) ...

Equal Pay – vergleichen wir Äpfel mit Birnen?

Dass Frauen in Deutschland deutlich weniger als Männer verdienen, ist für die meisten nichts Neues. Auch die Höhe der unbereinigten Geschlechterlohnlücke (21%) und der bereinigten Geschlechterlohnlücke (7%) sind häufig zu lesen. Aber was bedeuten diese Zahlen eigentlich? Die unbereinigte Geschlechterlohnlücke gibt die gesamten Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen an. Wer mit dieser Zahl argumentiert, sieht sich aber schnell mit dem Vorwurf konfrontiert, Äpfel mit Birnen oder Erzieherinnen in Teilzeit mit Ingenieuren in Vollzeit zu vergleichen. Unterschiedliche Bildungsabschlüsse, Berufserfahrung, der Beschäftigungsumfang und Unterschiede zwischen Branchen und Berufsgruppen lassen sich statistisch herausrechnen – und führen zur deutlich niedrigeren bereinigten Geschlechterlohn...

Still loving Feminism?!

In unserer „Zeit für uns“-Reihe haben wir uns mit dem den Themenblock „Feminismus“ umfassend beschäftigt und wollen euch mit diesem Artikel, der auch in der aktuellen „Anders“ zu lesen ist, gerne einen kleinen Einblick gewähren. Woran denkt ihr, wenn ihr das Wort „Feminismus“ hört? An Alice Schwarzer, Streit um das Recht auf Verhütung und Abtreibung? An „Nein heißt Nein“? An die Frauenquote in Vorständen oder Väter in Elternzeit? An den #aufschrei, Diskussionen um Sprechgendern, an die Ausbeutung von Textilarbeiterinnen in Bangladesch? Das alles passt zu Feminismus – und noch vieles mehr. Erst einmal:  von EINEM Feminismus an sich, kann man nicht sprechen. Der Feminismus, den Alice Schwarzer vertritt, ist ein ganz anderer als der von Beyonce. Ja, Beyonce ist Feministin, t...

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